Was kostet eine App?
Harald Deitzer ist Geschäftsführer und langjähriger Product Owner in unserem Team. Als Product Owner ist er Projektverantwortlicher und direkter Ansprechpartner der Kunden. Im Laufe der Jahre hat er einige App-Projekte begleitet. Hier beantwortet er die Fragen aller Fragen: Was kostet's?
Frage: Kommen wir gleich zum Thema – was kostet eine App?
Harald: Das ist oft eine der ersten Fragen, die ich höre, wenn uns ein Kunde wegen einer App-Idee kontaktiert.
Die meisten, die bei uns anfragen, haben zum ersten Mal mit dem Thema App-Entwicklung zu tun. Deshalb führen unsere Projektleiter, die wir Product Owner nennen, ausführliche Erstgespräche am Telefon und setzen sich auch gerne zu einem kostenlosen, persönlichen Gespräch zusammen.
Bei einer Tasse Kaffee geht man dann alles gemeinsam durch. Erst danach können wir eine seriöse, grobe Kostenschätzung abgeben.
Die Kosten für eine App-Entwicklung können je nach Projekt sehr unterschiedlich sein. Das ist das gleiche wie bei einer Website. Es ist nun einmal etwas komplett anderes, ob ich eine einfache Website mit ein paar Inhaltseiten oder ein Webportal für einen Internetversand baue.
Welche Infos brauchen wir also für eine solche Schätzung?
Wir hinterfragen zuallererst, was mit der App erreicht werden soll. Welchen Mehrwert bietet sie der Zielgruppe, damit diese sie auch wirklich nutzt? Oder hat sie einen klaren Werbewert? Verdient oder erspart sich der Kunde wirklich etwas mit der App?
Wenn wir die Ziele kennen, können wir auf Basis unsere Erfahrung zum einen sagen, ob eine App zur Erreichung des Ziels wirklich das richtige Mittel ist. Zum anderen können wir dann meist eine grobe Aussage treffen á la "Kunden mit ähnlichen Anforderungen wie Sie, haben für ihr Projekt zwischen x und y Euro budgetiert".
Das reicht meist, um zu entscheiden, ob die Idee weiterverfolgt oder fallengelassen wird. Software, die wir entwickeln, soll glücklich machen und nicht arm.
Die meisten hätten natürlich trotzdem gerne eine Idee, in welchem Rahmen sich die Entwicklung einer App bewegt. Könntest du vielleicht Beispiele nennen?
Nun ja, wenn wir eine "klassische" App nehmen, die zum Beispiel Lokale in der Nähe anzeigt, Standard-Informationen dazu bietet und bei der keine besonderen Rahmenbedingungen zu beachten sind, liegen die Kosten grob geschätzt zwischen 20.000 und 25.000 Euro pro Plattform.
Mit Plattform meinst du zum Beispiel iOS, Android etc.?
Genau. Das ist eben auch zu beachten: Für welche Technologie brauche ich die App und brauche ich sie für Smartphone und Tablets? Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Entwicklungskosten, sondern auch auf die Wartung nach der Veröffentlichung der App.
Was mache ich, wenn mich die Kostenschätzung im ersten Moment umhaut, weil mein Budget für die App-Idee nicht reicht?
Es kommt natürlich öfters vor, dass die Aufwände für die Entwicklung einer App unterschätzt werden. So à la "Was kann denn ein so kleines Programm auf einem kleinen Gerät schon kosten?". In Wirklichkeit sind gut gemachte, erfolgreiche Apps oft komplexe, sehr durchdachte Software-Programme.
Wenn man ein kleines Budget hat, kann man zum einen bei der Frage ansetzen, ob es überhaupt eine App sein muss. Zum Beispiel reicht in manchen Fällen die Umsetzung einer Website, die responsiv ist und sich auf mobilen Geräten gut bedienen lässt.
In Gesprächen mit Privatpersonen, die eine App-Idee umsetzen möchten, rate ich oft dazu sich einen Software-Entwickler oder eine Software-Entwicklerin an Bord zu holen. Entweder als Gründungsmitglied eines kleinen Start-ups oder als Freelancer, mit dem man gemeinsam die erste Version der App auf die Beine stellen kann.
Dabei empfehle ich das Konzept des Minimum Lovable Product. Wenn man merkt, dass die Idee einschlägt, kann man die App weiterentwickeln und sich noch immer nach weiteren Umsetzungspartner wie uns umsehen.
Die Basis für jede erfolgreiche App sind also ein gutes Konzept und eine g'scheite Portion Realismus?
Genau. Wir sehen uns jede Anfrage genau an und sprechen gerne mit den Kunden persönlich, um herauszufinden, ob und wie es Sinn macht, die Idee in eine App zu verwandeln.
Denn am Ende hat der Kunde und auch wir mehr von einer App, die wirklich einen Mehrwert hat.