iOS 11 & Apps: Was gibt es NeuesNews


11.09.2017

iOS 11 & Apps: Was gibt es Neues?

Die neue Version von Apples Betriebssystem ist da. Welche Neuerungen es im speziellen für App-EntwicklerInnen und -Anbieter gibt, fassen wir hier zusammen!

Alle Jahre wieder präsentiert Apple Ende des Sommers neue Hard- und Software. Diese Jahr gibt es unter anderem die neuen iPhone-Modelle 8, 8 Plus und X sowie eine neue Betriebsystem-Version iOS 11, die ab 19. September ausgerollt wird.

In unserem Artikel rund um iOS 11 gehen wir auf die folgenden Themen ein:

1. Drei Grunde, um sich mit iOS 11 zu beschäftigen
2. Die neuen Möglichkeiten für EntwicklerInnen in iOS 11 (Frameworks & APIs)
3. Hinweis 1: Das Ende der 32-bit-Apps
4. Hinweis 2: App Store in neuem Design!
5. Hinweis 3: Der Spezialfall iPhone X


 

Drei Gründe, um sich mit iOS 11 zu beschäftigen

1. Grund: Wer in diesem Fall die österreichische Philosophie des Nur-Net-Hudlns verfolgen möchte, sollte sich die Statistiken anschauen: Die zurzeit aktuelle Version iOS 10 hat sich im letzten Jahr rasant verbreitet. Innerhalb von fünf Monaten nach der Veröffentlichung lief iOS 10 schon auf 79% der Apple-Geräte; aktuell sind es knapp 90 Prozent (Quelle: App Store).

Fünf Monate nach dem Release hatten 78 %25 Prozent der UserInnen iOS 10 im Einsatz.16%25 nutzen noch iOS 9 und nur mehr 5%25 ältere Versionen.
 

Nach nur fünf Monaten hatten fast 80 Prozent der UserInnen iOS 10 im Einsatz. (Quelle: MacRumors)


iOS 11 wird auf den folgenden Geräten laufen:

  • iPhone 5s, SE, 6 Plus, 6, 6s Plus, 6s, 7 Plus, 7, 8 Plus 8, und X
  • 5. Generation des iPads, das iPad Air, das iPad Air 2, alle iPad-Pro-Modelle, das iPad mini 2 und spätere Versionen
  • 6. Generation des iPod touch


2. Grund: Apple ist ziemlich streng: Erfahrungsgemäß wird Apple ab dem zweiten Quartal 2018 nur mehr Apps in den App Store lassen, die für iOS 11 optimiert sind.

3. Grund: Möglicherweise gibt es in der neuen Version Features, die man für die eigene App nutzen kann, um diese zu verbessern und noch nützlicher zu machen – und damit auch noch erfolgreicher!


 

Die neuen Möglichkeiten für EntwicklerInnen in iOS 11

Für iPad-User wird iOS 11 eine neue User Experience bieten – Apple verfolgt mit iOS 11 das Ziel, das iPad zu einem vollen PC-Ersatz zu machen. Für iPhone-User gibt es einige kleinere und größere Verbesserungen. Die größten davon werden wohl von Drittanbietern kommen, die neue Frameworks für ihre Apps nutzen. Schauen wir uns diese genauer an!

 

ARKit

Augmented Reality ist seit einigen Jahren ein interessantes Feld – mit dem neuen ARKit von Apple wird es jetzt richtig spannend für App-Entwickler und -Entwicklerinnen.

Mit dem ARKit wird die Kamera des iPhones und iPads intelligenter: Das Augmented Reality Framework kann Gegenstände wie einen Tisch erkennen und darauf ein 3D-Objekt platzieren. Das Objekt verhält sich wie ein reales Objekt, wenn man sich bewegt und näherkommt. Diese Technologie eröffnet ein weites Spielfeld – von Games bis hin zur App für ein Einrichtungshaus, mit der man testet wie eine neue Couch in Ecke des eigenen Wohnzimmers passt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wie schon jetzt einige Entwickler und Entwicklerinnen zeigen:
 

 

 

Core ML

Schon seit einigen Jahren arbeitet Apple an dem Thema „Maschinelles Lernen“ (ML) und nutzt es in seinen eigenen Apps, wie zum Beispiel bei der Gesichtserkennung in der Photo App. Mit Core ML bietet Apple nun Entwicklern und Entwicklerinnen ein Framework, um diese intelligenten Funktionen selbst mit nur ein paar Zeilen Code umzusetzen. Neben der Gesichtserkennung gehören dazu zum Beispiel Texterkennung, Objektverfolgung, Spracherkennung und mehr.

Weitere Details auf Apples Developer-Website!

 

Files App

Die neue Files App in iOS 11 ist das Äquivalent zur Finder App am Mac; also ein Ort an dem sämtliche Dateien, die sich auf dem Gerät befinden, gesucht und organisiert werden können. Entwickler und Entwicklerinnen können ihre App durch eine Integration in die Files App ergänzen, um es für die User einfacher zu machen Dokumente, Fotos, Videos und andere Inhalte zwischen Apps zu bewegen.

Screenshots der neuen Files App in iOS 11


Weitere Details auf Apples Developer-Website!

 

Drag and Drop

iOS 11 enthält ein systemweites „Drag and Drop“, das heißt, dass User einfach Text, Bilder und andere Dateien von einer App zur anderen verschieben können. Dabei müssen sie einfach nur die Datei antippen, halten und in die andere App schieben. Die zweite App muss dafür noch gar nicht geöffnet sein – durch die zusätzliche neue Funktion „Spring-loading“ wird sie gestartet, indem man mit der Datei kurz über dem Icon verweilt. Auf iPhones mit Multi-Touch (ab Modell 6s) kann man darüber hinaus mehrere Dateien gleichzeitig auswählen.

Weitere Details auf Apples Developer-Website!

 

SiriKit

Der SiriKit ermöglicht es Apps von Drittanbietern mit Siri zu arbeiten. Das tat er zwar schon in iOS 10; in iOS 11 kann Siri jetzt jedoch mit mehr App-Arten zusammenarbeiten: Neben Fahrtbuchungen, Messaging, Foto-Suche, Zahlungen, VoIP-Anrufe oder sportliches Training können jetzt auch Rechnungszahlungen, Aufgabenmanagement und QR-Codes integriert werden.

Eine Auswahl an möglichen Siri-Integrationen: Nach Fotos suchen, jemanden Geld schicken und die Heizung aufdrehen - alles mit Kommando an Siri.
Eine Auswahl an möglichen Siri-Integrationen (Quelle: Apple Developer Website)

Weitere Details auf Apples Developer-Website!

 

Depth Map API

Spannend für alle Apps, die mit Fotos arbeiten: Mit Depth Math API bietet Apple die Technologie, die hinter dem Porträt-Modus des iPhone 7 Plus mit seinem Dual-Kamera-System steckt, allen Entwicklern und –Entwicklerinnen an. Sie haben damit Zugang zu den Tiefen-Informationen, die von beiden Kameras aufgenommen werden und können sie für eigene Foto-Bearbeitungs-Werkzeuge verwenden.

Mehr dazu auf der Website iMore!

 

MusicKit

Mit iOS 11 bekommen Entwickler und -Entwicklerinnen vollen Zugang zu Apples Musik-App (inklusive Mediathek, „Für dich“, „Entdecken“, Empfehlungen, Charts…), um sie an ihre eigene App anzubinden.

Weitere Details auf Apples Developer-Website!


 

Hinweis 1: Das Ende der 32-bit-Apps

Ein wichtiger Hinweis für alle, die ihre Apps schon länger im Store anbieten: Sollte die eigene App eine 32-bit-App sein, muss sie man jetzt auf 64-bit heben. iOS 11 arbeitet nur auf Geräten, die einen 64-bit-Chip aufweisen, und wird Apps, die nicht diesem Level entsprechen, nicht mehr starten.

Apple warnt schon länger davor, dass 32-bit-Apps nicht mehr funktionieren werden. Schon ab Anfang 2015 wurden neue Apps nur mehr als 64-bit-Versionen in den Store gelassen.

Mehr Infos darüber auf derStandard.at!


 

Hinweis 2: App Store in neuem Design!

Wir haben den Fokus in diesem Artikel zwar auf interessante Frameworks und APIs gelegt, darüber hinaus aber noch ein nicht-technischer Hinweis: Mit iOS 11 hat Apple auch den App Store ein neues Aussehen verpasst. Das größte Update seit der Einführung 2008 soll den App Store noch attraktiver für die User und Userinnen machen und es ihnen noch einfacher machen neue, spannende Apps zu entdecken.


Als App-Anbieter sollte man sich diesen neuen App Store natürlich genauer ansehen. Unter anderem lohnt sich ein Blick auf die eigene App-Seite und ihre Änderungen:

  1. Der App-Name ist jetzt auf 30 Zeichen limitiert (vor dem Update waren es 50).
  2. Dafür gibt es jetzt einen Untertitel mit nochmals 30 Zeichen, den man zur Beschreibung und Ergänzung von Keywords nehmen kann. Der Untertitel wird in das Ranking miteinbezogen.
  3. Auf einer App-Seite können bis zu 3 Videos und 5 Screenhots eingebunden werden.
  4. Es gibt jetzt einen werblichen Text, der vor der Langbeschreibung eingefügt wird, und 170 Zeichen umfassen kann.
  5. Die Rezensionen spielen jetzt eine wichtige Rolle und sind ein Highlight neben der Bewertung und der Popularität.


Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Neuerungen. Infos dazu findet man auf:


 

Hinweis 3: Der Spezialfall iPhone X

Das iPhone X stellt eine besondere Herausforderung dar – es gibt ein neues User Interface, neue Wisch-Gesten etc. Vor allem wenn man eine App mit speziellem Unser Interface im Store hat, könnte es zu Problemen auf dem iPhone X kommen.

Darstellung der Aussparung für den Sensor-Bereich und die runden Ecken auf dem Display des iPhone X
Wer für das iPhone X ein Design erstellt muss zum Beispiel auf die abgerundeten Ecken und die Sensor-Aussparung achten. (Quelle: Apples Developer-Website)

Mehr dazu auf Apples Developer-Website!


 

Und noch vieles mehr…

Natürlich finden sich in iOS 11 noch viele weitere kleine und größere Änderungen, vor allem auch für die User von iPhones und iPads. Weitere Informationen findet man hier:

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