Interview Product Owner Johannes WirglerNews


09.07.2018

"Er muss ein sauguter Entwickler sein"

Meet the Product Owner: Wir stellen in unserer Interview-Serie die Kollegen vor, die eine Schnittstelle zwischen unseren Kunden und den Entwicklungs-Teams sind. Den Anfang macht Johannes Wirgler, einer unserer allerersten Product Owner.



 

Frage: Wie bist du Product Owner geworden, Johannes?

Johannes: Die ersten paar Jahre in der CSS war ich Software-Entwickler. Ich war durch spezielle, oft interne Projekte sehr losgelöst von den anderen. Ich hatte meinen „Entwickler-Tunnel“, d.h. ich war in meiner kleinen, abgeschotteten Welt, voll konzentriert auf eine Sache. Und das wollte ich nicht mehr.
Unser Geschäftsführer Sven hat mir vorgeschlagen, Product Owner zu werden. Wir haben damals unsere Organisationsstruktur verbessert und beschlossen auf unser jetziges Rollen-Modell mit fixen Teams und Product Owner umzusteigen.
Also habe ich eine Scrum-Zertifizierung gemacht und startete als Product Owner. Sehr interessant und für mich eine total neue Aufgabe. Ich dachte mir: „Cool, da kann ich endlich wieder mit Menschen arbeiten.“ [lacht]

 

Frage: Was war dein erstes Projekt als frischgebackener Product Owner?

Johannes: Das war die Service-App für Orange. Ich habe sie gemeinsam mit Johannes Widmann als Product Owner betreut, war also am Anfang nicht alleine. Bei uns ist es so, dass immer ein Team da ist, mit dem man zusammenarbeiten kann.

 

Frage: Du warst generell bei der mobilen Entwicklung in der CSS vorne dabei.

Johannes: Stimmt, im mobilen Bereich war ich eigentlich lange Zeit der Lead.


Johannes im Jahr 2010 mit dem ersten Smartphone der CSS für die mobile Entwicklung.

Die Service-App kam bei den Benutzern und Benutzerinnen gut an, weil wir zum ersten Mal angewendet haben, was wir in den Product-Owner-Schulungen gelernt haben und was wir aus der agilen Entwicklung wussten. Es ging in allererster Linie darum, den Usern einen wirklichen Mehrwert zu bieten.
Außerdem haben wir uns selbst überlegt, was unsere Standards sind. Da war übrigens die Entdeckung von Mahan Khalsas Buch "Let's Get Real or Let's Not Play" sicher ein großer Schritt in die richtige Richtung. Sehr kurz zusammengefasst, argumentiert er darin, dass ein Unternehmen dann erfolgreich ist, wenn es seinen Kunden zum Erfolg verhilft. Jeder von uns Product Ownern hat das Buch gelesen oder die Audio-CDs gehört. Ich kann es nur empfehlen!

 

Frage: Was muss ein Product Owner in der CSS können bzw. mitbringen?

Johannes: Kurz gesagt: Er muss ein sauguter Entwickler sein, der mit Menschen kann. [lacht]
Der Hintergrund als Entwickler oder Entwicklerin hilft einem dabei, die richtigen Fragen zu stellen und mit dem Team gut zusammenzuarbeiten. Ich muss auch wissen, welche Kollegen und Kolleginnen und damit welche Expertisen zur Verfügung stehen. Außerdem begleitet man nicht nur die eigenen Leute, sondern auch den Kunden während der Projekt-Phase. Man versucht alle miteinander zum gleichen Ziel zu führen.
Es ist kein einfacher Job Product Owner zu sein, man muss sehr viele Dinge unter einen Hut bekommen. Außerdem verliert man manchmal auch Kunden oder hat Kunden, die andere Wege gehen. Damit muss man umgehen können.

 

Frage: Trotzdem machst du es gerne. Warum?

Johannes: Weil man die Dankbarkeit von den Leuten direkt erlebt. Zum Beispiel, wenn sie schon seit Jahren ein Problem haben und du es lösen kannst. Kein Geld der Welt gibt dir dieses Gefühl.
Oder wenn ich mit einem Ansprechpartner beim Kunden lange an etwas arbeitet und weiß, dass er eigentlich das Budget nicht zur Verfügung hat, aber wir Vorgesetzte überzeugen können, dass die Lösung toll ist und einen Mehrwert bringt. Wenn du das gemeinsam erreichst, ist es etwas Schönes.
Toll sind auch die Momente, wenn ich mit dem Team nach einem erfolgreichen Projekt auf ein Steak gehe und wir dann darüber reden, wie’s gelaufen ist.

 

Frage: Der Mensch hinter dem Product Owner – was machst du denn gerne in deiner Freizeit, Johannes?

Johannes: Ganz im Gegensatz zur IT, dem technisch-elektrischen, innerstädtischen, bin ich eher der, den es raustreibt, in die Natur, in die Landschaft und vor allem in die Berge. Weil ich dadurch sehr viel Energie für die Arbeit sammeln kann. Sonst lese ich recht viel…

 
Frage: …und gibst viel Geld für Star Trek Conventions aus.

Johannes: [lacht] Stimmt! Ja, es ist schon etwas Schönes, wenn du Leute findest, die dieselben Interessen – um nicht zu sagen, den selben Vogel – haben und mit denen du darüber reden kannst. Das könnte auch eine Convention für Product Owner sein!
Umgelegt auf die Arbeitswelt: Es ist toll, wenn du mit Menschen zusammenarbeiten kannst, die alle an einem Strang ziehen und alle dasselbe Verständnis haben. Die Tatsache, dass wir in der CSS alle dieselbe Vorstellung haben wer wir sind und für wen wir was warum tun, hilft uns sehr, um richtig gute Software-Projekte zu machen.


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